Inklusion

Das Konzept

  • Grundlagen der Inklusion

UN- Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen von 2006

- Ratifizierung derselben durch die Bundesrepublik im März 2009

- Einführung der inklusiven Schule zum 1.08.2013 in Niedersachsen
  (Der Elternwille entscheidet über den Besuch einer Förder- oder Regelschule.) 

 

 

  • Unterschiedliche sonderpädagogische Förderschwerpunkte 

- Begriffsdefinition zielgleiches und zieldifferentes Arbeiten

Geistige Entwicklung (zieldifferent)

Lernen (evtl. auslaufend) (zieldifferent)

Sprache 

Hören

Sehen

Körperliche und motorische Entwicklung

Sozial-emotionale Entwicklung

Definition des Nachteilsausgleichs

 

- Personal (Lehrkraft der Förderschule sowie Schulbegleiter oder I-Helfer)

- Klassengröße (etwas kleinere Klassen) 

- Räumlichkeiten  (Ausstattung mit abschließbaren Schränken, Regalen, Rückzugsraum mit Schränken, PC, Spielmöglichkeiten und Sitzmobiliar)

- Materialien (individuell ausgesuchte Fördermaterialien wie Lük-Kästen)

 

  • Pädagogische Konzepte und Absprachen 

individuelle Förderung/Förderpläne

Tokensystem

Nachteilsausgleich

 

  • Unterrichtliche Verfahren auf Grund der Heterogenität

- z.B. Tages- /Wochenplanarbeit

- Vermeiden von überwiegend lehrerzentriertem Unterricht

 

Im GBI werden Schüler/innen mit Körperlich-motorischer Beeinträchtigung sowie Sozial-Emotionaler Entwicklung, aber Schüler/innen mit Beeinträchtigungen im Bereich Hören und auch Geistiger Entwicklung in verschiedenen Klassen und Jahrgängen beschult.

In moodle gibt es seit Februar 2015 Schülerseite „Inklusion am GBI“  mit weiteren Informationen:   https://moodle.nibis.de/gbi/course/view.php?id=635. (Nur mit Login) Auch dieser Kursraum ist von uns erstellt worden.

 Seminarfach Inklusion 12 sf1 (Fr. Werner) – März 2015

Individuelle Förderung

Individuelle Förderung ist ein Konzept schulischen Handelns.
Ziel ist es, jede Schülerin/ jeden Schüler basierend auf ihren/seinen Begabungen, Fähigkeiten und Kompetenzen zu fördern, um somit den individuell bestmöglichen Bildungserfolg zu erzielen. Besonders entscheidend ist dafür die Förderung im Klassenverband. Ein Förderplan dient als Übersicht und wird individuell für jede Schülerin beziehungsweise für jeden Schüler angelegt. Die Stärken und Schwächen werden in dem Förderplan verzeichnet, sodass dieser die persönlichen Fähigkeiten beschreibt und die erzielten Lernzuwächse enthält. Außerdem werden Ziele und Maßnahmen formuliert, die für die Eltern und dem Schüler frei zugänglich sind. Dadurch kann gemeinsam an Fortschritten gearbeitet werden.

Jana Biedermann, sf12

Förderschwerpunkt Sehen

Kinder, die einen Unterstützungsbedarf im Förderschwerpunkt Sehen haben, sind in ihrer Sehkraft beeinträchtigt oder sogar blind. Sie werden deshalb oft auf speziellen Förderschulen dahingehend geschult, in besonderer Weise ihren Tast-, Gehör- und Geruchssinn auszubilden. Dazu gehört auch die sogenannte „Brailleschrift“ (besser bekannt als „Blindenschrift“), die die Schüler dort schon früh erlernen.

Das Token-System

Das Token-System

Das Token-System ist ein Verfahren der Verhaltenstherapie. Es kann aus dem Englischen hergeleitet werden und mit „Münz-Eintausch-System“ übersetzt werden.

Das Ziel des Token-Systems ist der Aufbau eines erwünschten Verhaltens durch kleine Belohnungen. So kann man zum Beispiel einem Kind mit „Asperger-Syndrom“ (Autismus) beibringen, sich an bestimmte Regeln zu .halten, zum Beispiel in der Schule (Aufzeigen, leise sein, usw.).

Die sogenannten Tokens können Smileys, Murmeln, Chips, etc. sein. Diese kann das Kind sammeln und bei einer bestimmten, verdienten Anzahl gegen eine Belohnung eintauschen. Das Kind wird dadurch für ein gutes Verhalten belohnt und hat so ein Erfolgserlebnis.

(Bildquelle: https://connectability.ca/2010/09/23/token-economy-system/)

Anna Lea Hemsath, 12sf1

Tages- und Wochenplanarbeit

Die Arbeit mit Tages- und Wochenplänen ist eine Unterrichtsmethode, in denen die Schüler/innen einen Arbeitsplan mit unterschiedlichen Aufgaben erhalten und diesen eigenverantwortlich bearbeiten.

Das bedeutet, dass die Schüler/innen selbstständig entscheiden dürfen, wann, in welcher Reihenfolge und in welchem Arbeitstempo sie einzelne Aufgaben erledigen. Sie tragen somit eigene Verantwortung für ihr Lernen. Empirische Befunde zeigen, dass dies die Motivation und die Zufriedenheit der Schüler mit sich selbst, durch das Gelingen der Aufgaben, hochgradig steigert.

Ein Tages-, oder Wochenplan enthält sowohl Pflicht-, als auch Wahlaufgaben und bietet ebenfalls die Möglichkeit in Partnerarbeit oder sogar in größeren Teams zu arbeiten.

Die Pflichtaufgaben liefern Grundkenntnisse über die Thematik. Die Wahlaufgaben dienen in differenzierter Form der Vertiefung des zu Erlenenden. So wird kein/e Schüler/in über-, oder auch unterfordert.

Falls irgendwelche Fragen auftreten, kann der Lehrer den Schüler/innen mit und ohne Beeinträchtigung zu einem Lösungsweg verhelfen und die einzelnen Kinder individuell und gezielt  fördern.

Besonders das Doppelstundenmodell unserer Schule ermöglicht es, dass die Schüler/innen lange und konzentriert an ihren Aufgaben arbeiten können.

Am Ende der Tages- beziehungsweise Wochenplanarbeit legt der Lehrer Lösungen aus und kontrolliert anschließend selbst die Ergebnisse der Schüler/innen.

Gerade die regelmäßige Wochenplanarbeit soll nur in einzelnen Stunden in dem Unterricht angewendet werden, da sich die beiden Unterrichtsmodule der Wochenplanarbeit und des Frontalunterrichts optimal ergänzen. Im Frontalunterricht wird die Gesprächskultur besonders entfaltet, wohingegen die Wochenplanarbeit besonders die Schlüsselqualifikationen (siehe Abb.) und die sozialen Kompetenzen der Schüler/innen stärkt.

Hinzu kommt, dass die Lerninhalte eher im Langzeitgedächtnis gespeichert werden, da die Schüler/innen die Lerninhalte selbst erproben und aktiv in den Lernprozess einbezogen sind.

Die Arbeit mit Tages- und Wochenplänen bietet sich besonders im inklusiven Klassenzimmer an, da jeder Schüler in seinem eigenen Lernniveau arbeiten kann und niemand benachteiligt wird.


Aileen Hollmann, 12sf1