Darstellendes Spiel

Ein Fach macht sich auf den Weg ...

 

Aus dem jahrelang gewachsenen AG-Angebot rund um das Theaterspiel heraus wurde zum Schuljahr 2010/2011 das Fach Darstellendes Spiel am Gymnasium Bad Iburg eingeführt. Schon im Mai 2013 konnten wir erfolgreich die ersten Abiturprüfungen abnehmen. In diesem Zuge wurde unser Theaterraum umfassend modernisiert. Mittlerweile hat sich das Fach im Fächerkanon der Schule einen festen Standpunkt erarbeitet. Aber auch der AG-Bereich konnte ausgeweitet werden und übergreifende Angebote wie die Musicals oder das ABI-Theater profitieren von den räumlichen und technischen Möglichkeiten wie auch von den Fertigkeiten, die die Schüler und Schülerinnen aus dem Unterricht mitbringen. Für die Schüler und Schülerinnen ermöglicht das Fach sowie die Angebote darum eine kreative, ganzheitliche Möglichkeit sich mit sich selbst und der Gesellschaft auseinander zu setzten.

 

Das Fach strukturiert sich ...

Das Fach Darstellendes Spiel wird mittlerweile bei uns am GBI in Klasse 11 als zweistündiger Kurs eingeführt. Die Schüler/innen sollen im Jahrgang 11 vorwiegend durch praktische Übungen und Aufgaben an die wichtigsten Grundlagen des Theaterspielens herangeführt werden. Dementsprechend erfolgt der Einstieg in das Fach über das Improvisationstheater. Die Schüler/innen lernen, mit ihrem Körper und ihrer Stimme zu spielen, sowie die Komponenten Raum und Zeit als Technik zum Entwickeln von Szenen zu nutzen. Im zweiten Halbjahr steht vor allem die Rollen- und Figurenarbeit im Mittelpunkt.

In der Oberstufe werden dann die Grundlagen aus der Klasse 11 vertieft. Im Zentrum der Kurse im Jahrgang 12 „Dramaturgie und Inszenierung I und II“ steht eine projektorientierte Stückentwicklung. Aufbauend auf die in Klasse 11 vermittelten Kompetenzen zu den Themen „Körper, Raum und Improvisation“ und „Figuren und Ensemble“ werden in diesen Kursen jene Kompetenzen zunächst praktisch und theoretisch vertieft und erweitert. Gegenstand des sich im 13. Schuljahr anschließenden Kurses „Das Theater-Labor – moderne Theaterformen“ sind die experimentellen Theaterformen und deren Entwicklung. Neben der Theaterästhetischen Gestaltung bilden hier vor allem die Kompetenzbereiche Theaterästhetische Kommunikation und die Soziokulturelle Partizipation einen Schwerpunkt. Der für das 2. Halbjahr des 13. Schuljahres vorgesehene Kurs „Theater und soziale Wirklichkeit“ diskutiert die Grenze zwischen Zuschauer und Schauspieler und den Versuch diese zu brechen.

 

...und es prägt.

„Es ist niemals zu spät, nein niemals zu spät, nein! Es ist niemals zu spät um mit Theater anzufangen! So klingt es uns noch in den Ohren vom Musicalprojekt „Eine Hochzeit zum Verlieben“ aus dem Schuljahr 2016/2017. Eins von vielen Projekten, an dem wir während unserer Zeit am GBI teilgenommen haben. Neben Eigenproduktionen wurden auch bekannte Broadway-Stücke und eine deutsche Uraufführung von der Schulgemeinschaft aufgeführt. Dabei wuchs das Cast zusammen wie eine Familie, in der jeder akzeptiert wird, wie er ist. Wir lernten Kritikfähigkeit, Selbstvertrauen, Hemmungen zu überwinden und auch zahlreiche Hüftschwünge! Die Erfahrungen, welche man am GBI in Zusammenhang mit Theater machen kann, sind auf jeden Fall einzigartig und prägend. Auch der Fachunterricht Darstellendes Spiel ist vielfältig gestaltet, so dass man auch hier viele Praxiserfahrungen sammeln kann. Stückentwicklungen lassen die Schüler und Schülerinnen kreativ werden und fördern jeden individuell. Für uns wird diese Zeit nicht in Vergessenheit geraten und wir hoffen, dass wir mit dem Theater in Verbindung bleiben.“

(Franziska Schulte und Eduard Sänger, Abiturjahrgang 2018)