Bielefelder Straße 15 | 49186 Bad Iburg
Tel.: 05403/73150 | Fax: 05403/731549

IServ Login Moodle Login

Berichte über die Hochschulorientierungstage 2012

In der Woche vom 16. bis zum 20. Januar 2012 waren wir, die 10. Klassen, zu einem von Frau Werner koordinierten Schnupperstudium in der Universität Osnabrück eingeladen. 
Als Auftakt dieser Studienorientierungswoche besuchten uns montags zwei Mitarbeiter der Zentralen Studienberatung (ZSB) Osnabrück. In einer doppelstündlichen Veranstaltung wurden wir über den ungefähren Verlauf eines Studiums, Finanzierungsmöglichkeiten und die Auswahl des richtigen Studienganges informiert.

An den darauf folgenden Tagen sind die Klassen dann in die Universität gefahren, um an einem sogenannten „Schnupperstudium“ teilzunehmen. Der Vormittag begann hier gegen 8:30 Uhr und zu Beginn wurden die Gruppen durch jeweils zwei Tutoren, die selbst Studenten an Universität und Hochschule in Osnabrück sind eingeführt. Sie haben uns von ihrer eigenen Studienwahl und ihren Erfahrungen im Unterricht, in der Freizeit etc. erzählt. Danach startete eine spielerisch gestaltete Fragerunde, bei der sich herausstellte, dass zwar die meisten von uns wissen, dass sie nach dem Abitur studieren wollen, bisher aber noch nicht einmal die Hälfte der anwesenden Schüler sich im Klaren darüber sind, was für sie der richtige Studiengang sein könnte. Danach konnte jeder seine Fragen zum Thema Studium allgemein, zum Alltag, zu Auslandssemestern, zur Freizeiteinteilung etc. stellen und auf die meisten wurde auch recht kompetent geantwortet. Diese Begrüßungsrunde endete mit einer knappen Campusführung, bei der uns die wichtigsten Gebäude der Universität, wie z.B. die Mensa gezeigt wurden.

Danach machten wir uns in Kleingruppen zu den jeweiligen Gebäuden auf, in denen wir nun an einer Vorlesung oder einem Seminar teilnehmen durften. Da wir vor unserem Besuch mit Sätzen wie „Ihr könnt damit rechnen, dass ihr kaum etwas bis nichts verstehen werdet. Lasst euch davon aber nicht entmutigen“ nicht gerade ermutigt wurden, hatten die meisten keine hohen Erwartungen an diese Veranstaltungen. Ich persönlich war dann jedoch positiv überrascht, denn mir war während der gesamten Vorlesung fast alles verständlich. Beim Betreten des Hörsaals wurden uns, wie auch allen Studenten, ein Stapel Papiere ausgehändigt. Auf diesen war die Präsentation, die der Professor zur Verdeutlichung seines Vortrages nutzte, abgedruckt. Diese Vorgehensweise hat meiner Meinung nach sehr zur Verständlichkeit beigetragen. Die zwei Stunden, während denen wir in dem Hörsaal saßen und – im Gegensatz zum Unterricht in der Schule – nur zuhörten und alles ohne jegliche Beteiligung der „Schüler“ ablief, vergingen relativ schnell, da der Professor sich in dem Thema wirklich auskannte und sein Wissen dadurch deutlich und anschaulich vermitteln konnte. Dabei kann ich allerdings nur von meinen Erfahrungen sprechen und weiß nicht, wie die anderen das erlebt haben.
Nachdem um 12 Uhr der Unterricht, an dem wir teilgenommen hatten, vorbei war, hatten wir eine Mittagspause bis 13 Uhr. In dieser Zeit konnten wir zum Beispiel in der Mensa der Universität essen. Diese ist sonst nur für Studenten vorgesehen. Natürlich bestand aber auch die Möglichkeit, uns in der nahegelegenen Innenstadt etwas zu Essen zu beschaffen. Da die Mensa aber ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten hat, haben die meisten es sich hier mit den überraschend leckeren Mahlzeiten gut gehen lassen. Satt und gestärkt haben wir uns dann noch für eine letzte Feedback-runde wieder getroffen, bei der wir uns darüber unterhalten haben, was wir an diesem Tag gelernt haben und ob wir uns unserem eigenen Studium nun schon etwas näher fühlen, jedoch ging die Aufmerksamkeit hierbei ziemlich schnell vorbei, sodass wir bereits gegen 13:30 Uhr entlassen wurden.

Alles in allem denke ich, dass sich die Woche zu einer ersten Orientierung gelohnt hat. Man hat einen Einblick bekommen, wie der Unterricht während des Studiums abläuft und es wurde eindeutig klar, dass es eine Weile dauern wird, bis man sich auf dem Gelände und im System einer Universität oder Hochschule auskennen wird, wobei das wahrscheinlich auch die meisten Schüler bei ihrer „Einschulung“ ins Gymnasium gedacht haben. Jedoch muss ich persönlich sagen, dass mich die Tipps und empfohlenen Internetseiten bei meiner Wahl des passenden Studienganges kein Stück weitergebracht haben. Trotzdem denke ich, dass man solche Schnuppertage beibehalten sollte, da sie doch ungeahnte Einblicke zugelassen haben. 
Vielen Dank also an Frau Werner, die uns diese Woche organisiert und ermöglicht hat!


Nadine Frolow, Klasse 10K2

 

 

Am 19.01.2012 hat der Klasse 10 K2 des Gymnasium Bad Iburg einen Tag an der Uni in Osnabrück verbracht. Vor dem Schnuppertag mussten wir uns für eins der Seminare entscheiden, die uns vorgeschlagen wurden. Ich wählte die Hämatologie-Vorlesung über die menschliche Leber. Als erstes haben unsere Tutoren mit uns eine Einführungsrunde gemacht, in der sie sich und ihre Fächer, die sie studieren, vorgestellt haben. Danach sollten wir unsere Fragen auf Karten schreiben, die sie dann beantwortet haben. Sie waren sehr kompetent und sind auf alle Fragen umgehend eingegangen. Anschließend sind wir zum Westerberg gefahren, wo der naturwissenschaftliche Teil der Universität ist. Nachdem wir eingetroffen sind, wurde uns von den Tutoren unser Raum gezeigt, in dem unsere Vorlesung stattfand. Die Vorlesung über die Hämatologie war sehr interessant und man hat einen schönen Einblick über das Leben als Student gewonnen. Als die Vorlesung vorbei war, mussten wir zurück in die Innenstadt, wo die Einführungsstunde gewesen ist. Während der Abschlussrunde, die für uns organisiert wurde, konnten wir einzelne Stationen des Tages diskutieren und sagen, ob es uns gefallen hat. Zuletzt hat die Studentin ein Quiz mit uns gemacht, in denen Fragen rund ums Studium vorkamen. 
Im Großen und Ganzen war es eine sinnvolle Veranstaltung, in der ich viele Erfahrungen sammeln konnte. Ich würde es herzlichst weiterempfehlen, wenn man sich noch nicht sicher über sein zukünftiges Leben ist.

Marta Behnke, Klasse 10K2

Bericht zur Einführungsveranstaltung der Universität Osnabrück im PZ (16.01.2012)

Die Zehntklässler des Gymnasiums Bad Iburg verfolgten sehr interessiert den Vortrag des Studienberaters der Universität Osnabrück, Herrn Marcus Bazalik, im Pädagogischen Zentrum.
Zunächst wurden die Schülerinnen und Schüler nach dem Stand ihrer Studienwünsche und Studienorte befragt. Jedoch hatten nur wenige Schüler/innen bislang konkrete Vorstellungen, was nach dem Abitur 2014 folgen soll.


Herr Bazalik präsentierte als Hilfestellung eine sogenannte „Checkliste“ für die Berufswahl:
1.    Selbsterkundung
2.    Vorstellung von Berufen
3.    Recherchen/Informationen
4.    Studium oder Berufsausbildung
5.    Arbeitsmarktchancen
6.    Alternativen


1.  Die Selbsterkundung bzw. -erkenntnis sollten beispielsweise folgende Tests fördern:
www.was-studiere-ich.de
www.ruhr-uni-bochum.de/borakel/
www.zsb-os.de


2. Die Homepage der Agentur für Arbeit www.berufenet.de gebe Aufschluss über viele Berufe.
Bezogen auf Studien biete z.B. die Universität Osnabrück 170 Studienprogramme, bundesweit seien es 9.000 Studienprogramme. Auch sei die internationale Ausrichtung wichtig, so habe die Universität Osnabrück 100 Partneruniversitäten. Auch die Hochschule Osnabrück offeriere 78 Studienprofile. Im Unterschied zur Universität biete die Hochschule kleinere Studiengruppen (max. 40 Studierende),  straffere, kürzere Studiengänge und einen insgesamt höheren Praxisbezug sowohl der Lehrenden als auch der Lehre und Forschung.


3. Unerlässlich sei bei der Vielzahl der Studienmöglichkeiten die gewissenhafte Recherche. Hier gibt das Internet aktuelle Informationen der einzelnen Hochschulen, auch die Magazine der Bundesanstalt für Arbeit bieten Hilfestellung. Besonders hob Herr Bazalik die Homepage www.hochschulkompass.de hervor, eine Datenbank der Hochschulen und Studiengänge im Überblick.
Als beliebtesten Studiengang  aller Studierenden bundesweit, auch nach Männern und Frauen getrennt, präsentiert sich Betriebswirtschaftslehre. Genderunterschiede zeigen sich in den nachplatzierten Studiengängen, die bei Männern eher technisch-wissenschaftlich (Informatik etc.), bei Frauen eher sprachlich-pädagogisch  (Germanistik etc.) seien.
In diesem Zusammenhang fügte Herr Bazalik einen Überblick über bundesweite Termine der Studienbewerbung (15.07.  bei zulassungsbeschränkten Studiengängen, andere 30.09.) und die gängigen Verfahren und Vergabemodalitäten ein.

4. Grundsätzlich fällt nach/vor dem Abitur die Entscheidung, ob ein Studium oder eine Berufsaus-bildung begonnen werden soll. Nach der Durststrecke des Studiums böten sich höhere Verdienstmöglichkeiten sowie bessere Aufstiegschancen bei geringeren Arbeitslosigkeitsrisiken im Vergleich zur Berufsausbildung, die zwar mit sofortigem Verdienst und dem geringeren Zeitaufwand sowie dem Erwerb der Schlüsselqualifikationen locke und auch Möglichkeiten interner  Weiter-bildung offenhalte.
In diesem Zusammenhang verwies Herr Bazalik auf die Unterschiede zwischen Schule und Hochschule: den klaren Strukturen der Schule (Stundenplan, Anwesenheitspflicht, regelmäßige Lernkontrollen, feste Klassenverbände und engen Kontakt zur Lehrkraft) stünden die auf  Eigeninitiative und Selbständigkeit basierenden Studienbedingungen (empfohlene Studienpläne, Freiwilligkeit, mehr Stoff in geringerer Zeit, Klausuren nach drei Monaten, keine festen Studiengruppen, geringer Kontakt zu Lehrenden) entgegen.


5. Faktisch hätten die Absolventen der  Hochschulen das geringste Risiko auf Arbeitslosigkeit (2,5%), im Vergleich zu Absolventen von Lehre/Fachschule (6,6%) und ungelernten Arbeitskräften (21,9%).


6. Bei der Planung des Studiums müsse mit Wartezeiten gerechnet werden, daher empfiehlt sich immer ein Plan B:
-  Studium in den neuen Bundesländern (s. auch. www.studieren-in-fernost.de )
-  Alternatives Studienfach
-  Studium im Ausland
-  Schulische oder betriebliche Ausbildung
-  Wahl eines anderen Hochschultyps

Tipps zur Verbesserung der Chancen:
-   die Schulnoten verbessern
-   Praktika oder Ausbildungen durchführen
-   Überbrückungsmöglichkeiten (FSJ, Au Pair, Jobben, Sprachkurse u.ä.)

Studienkosten: ca. 800 Euro für Semester- und Studiengebühr pro Semester, rechnerisch komme man bei Umlage dieser Kosten und aller weiteren Lebenshaltungskosten auf eine monatliche Ausgabe von durchschnittlich  € 880,--.
Hilfestellung  zur Studienfinanzierung  erhält man unter www.bafoeg-rechner.de und auch im
www.studentenwerk-osnabrueck.de.


Nicht zu unterschätzen seien Stipendien zur Unterstützung des Studiums:
www.stipendienlotse.de

Abschließend gab Frau Svenja Trinkus einen Überblick bezüglich des anstehenden Hochschul-orientierungstages und erläuterte den Ablauf.

 Insgesamt bedankten sich die Schülerinnen und Schüler für den informativen Vortrag mit tosendem Applaus.

M.Werner, Obfrau für Berufsorientierung/Berufsberatung

Termine beim Hochschulorientierungstag 2012

Mo.,16.01.2012  9.30 - 10.55 Uhr Auftaktveranstaltung der Uni für alle Zehntklässler im PZ 

Di.,17.01.2012    Klassen 10L1 und L2 in der Uni Osnabrück

Do.,19.01.2012   Klassen 10K2 und K3 in der Uni Osnabrück

Fr., 20.01.2012   Klasse 10K1 in der Uni Osnabrück

Seite drucken