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Gymnasium Bad Iburg als Europaschule

Seit 2002 darf sich das Gymnasium Bad Iburg als Europaschule bezeichnen. Diesen Titel dürfen Schulen tragen, die in besonderer Weise europabezogene Themenschwerpunkte zum Gegenstand in geeignetem Fachunterricht, in geeigneten Schulveranstaltungen und -projekten machen. 

 

Das Gymnasium Bad Iburg kommt dieser Prämisse bereits von seiner Tradition und seinem Ursprung her nach. Als Niedersächsische Heimschule unmittelbar nach dem Krieg für all diejenigen gegründet, die nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges eine neue geistige Heimat suchen mussten, hat die Schule immer in gesamteuropäischen Strukturen die besten Voraussetzungen für eine bessere Welt gesehen und diese seitdem zu einem grundlegenden Gegenstand ihrer pädagogischen Ausrichtung und Arbeit gemacht. Nicht von ungefähr stellt der europäische Gedanke im Schulprogramm des GBI eine ausschlaggebende Säule des Schulprofils dar.

 

Entsprechend dieser Vorgabe hat der gesamteuropäische Gedanke im programmatischen wie praktizierten Handeln der Schule immer einen zentralen Platz eingenommen. So hat sich das erstmals 2014 organisierte Europaforum mittlerweile zu einer festen Größe im Schulleben des Gymnasiums entwickelt, und mit Stolz durfte die Schulgemeinschaft 2018 das 25-jährige Jubiläum des Schüleraustauschs mit Pagegiai in Litauen feiern. 

 

Die Vielsprachigkeit Europas, vor allem aber den sich dahinter verbergenden kulturellen Reichtum Europas erfahren die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Bad Iburg in einem vielfältigen Fremdsprachenangebot der Schule. So besteht für sie die Möglichkeit, Latein bzw. Französisch als dritte Fremdsprache ab der 8. Klasse zu erlernen. Darüber hinaus können sie Italienisch und Chinesisch als Arbeitsgemeinschaft betreiben. Ferner bietet die Schule die Möglichkeit, in Französisch und Englisch zertifizierte Sprachprüfungen (Cambridge und DELF) abzulegen, die sie in besonderer Weise befähigen, an europäischen Hochschulen zu studieren. 

 

Die geografische Vielfalt mit ihrem sozialen und ethischen Facettenreichtum wird den Schülerinnen und Schülern neben den alljährlichen Studienfahrten insbesondere durch Schulpartnerschaften mit Schulen in Frankreich, Litauen und Italien nahe gebracht. Das Gymnasium Bad Iburg fühlt sich diesen Partnerschaften in besonderer Weise verpflichtet, hat es darin doch immer ein besonderes Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz gegenüber Andersdenkenden gesehen. Gerade wegen dieses besonderen pädagogischen Anspruchs, den das Gymnasium Bad Iburg mit seinen Schulpartnerschaften verbindet, sind diese zu einem ausgewiesenen Bestandteil des Schulprogramms geworden.

 

Die Partnerschaften fördern nicht zuletzt auch soziales Engagement seitens der Schülerinnen und Schüler. Am Gymnasium Bad Iburg besteht, getragen und organisiert von einem Förderverein, eine permanente Hilfsaktion zu Gunsten der Partnerschule in Litauen. Darüber hinaus gründeten engagierte Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrkräften z.B. das Schulprojekt „Eine Schule für Guinea“, die mit Spendenmitteln den Bau einer Schule in der westafrikanischen Stadt Nzérékoré ermöglicht.

 

Die Weltoffenheit des Gymnasiums zeigt sich darüber hinaus in der Tradition, Ortslehrkräfte zu beschäftigen. Während Martina Kleynhans aus Südafrika, die das Kollegium im laufenden Schuljahr unterstützt hat, die Schule zum Halbjahresende verlässt, begrüßt die Schulgemeinschaft Frau Madina Scharipova aus Tadschikistan als neue Ortslehrkraft. Zudem empfängt das Gymnasium seit einigen Jahren irische Gastschüler, die über das Programm „Deutschland Plus“ des Pädagogischen Auslandsdienstes ihre Deutschkenntnisse durch einen sechswöchigen Aufenthalt in Deutschland verbessern möchten.

 

Im Sinne der bisherigen Tradition und Orientierung des Gymnasiums Bad Iburg, aber auch einer von Weitsicht getragenen pädagogischen Zielsetzung, sich der europäischen Dimension bei der täglichen Unterrichts- und Erziehungsarbeit bewusst zu sein, ist es für das Gymnasium Bad Iburg Anerkennung und Verpflichtung zugleich, die Bezeichnung „Europaschule“ tragen zu können.

 

Christiane Schneider (Schulleiterin)

Andreas Rörsch (Koordinator für Europa)

 

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