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Terminhinweis: Die Theatergruppe des Gymnasiums Bad Iburg zeigt "Zwischen allen Stühlen"

....eine Revue nach Robert Franck  

 

Sieben Szenen aus dem wirklichen Leben:

Tragisch, satirisch, komisch, makaber!

 

Neun Stühle als einziges Inventar, aber in verschiedenen Rollen. Neun Songs, die unter die Haut gehen. Aus diesem Stoff ist die Revue gemacht, die zum Nachdenken, Schmunzeln, Träumen und Mitsingen anregt. Eine Mischung, wie sie in dieser Konzentration nur auf der Bühne vorkommt: Da finden sich nach Startschwierigkeiten sieben Zuschauer in einer Therapiesitzung und zwei illustre Damen auf einer einsamen Insel wieder. Frustrierte Ehefrauen treffen beim Frisör aufeinander, genervte Paare im Kino und Weltanschauungen im Stadtbus. Da werden Therapieansätze boykottiert, Casanovas bekehrt  und Ehemänner entlarvt. Und schließlich bringt ein kleine Affäre sogar einen Urlaubsjet zum Absturz …

 

 

Am  05. Juli  2012  um  19.30 Uhr

im  Pädagogischen  Zentrum  des  Gymnasiums Bad  Iburg

 

YOUTHinkgreen - Erlebnisbericht (Mai 2012)

ZITAT JUDITH GEBBE: Ich habe angefangen global zu denken und über meinen eigenen Horizont hinaus zu blicken ! 

 

Eindrücke von der internationalen Jugend-Klimawoche des Projekts „Youthinkgreen – Jugend denkt um.welt“

 

Seit acht Monaten werde ich in einem einzigartigen Projekt zur Klimabotschafterin ausgebildet. Gemeinsam mit 21 Schülern der Ursulaschule Osnabrück werde ich in vielen Workshops (Persönlichkeitstrainings, Produktion von Umweltwerbespots etc.)  ausgerüstet um eigene Projekte zu starten und damit etwas bleibend zu verändern. Nun waren wir eine Woche lang in Wolfsburg und trafen auf 200 Jugendliche aus 10 Ländern, die ebenfalls Klimabotschafter werden:

 

Die vielen Sprachen und Kulturen, die verschiedenen Denkweisen und Betrachtungswinkel - eine neue Welt tat sich vor mir auf und ich war beeindruckt. Ich hatte mich auf die internationale Jugend-Klimawoche vorbereitet und war mir bewusst, welche Chancen ich durch das Projekt bekäme, aber als ich am ersten Morgen den Vortragssaal – wir hatten von Volkswagen, als einer unserer Hauptsponsoren, den Nutzfahrzeuge Pavillon in der Autostadt zur Verfügung gestellt bekommen - betrat, erschlug mich die Vielfalt förmlich. Denn Youthinkgreen ist ein internationales Jugendklimaprojekt das aus ca. 200 Jugendlichen rund um den Globus besteht. Das Ziel ist es als Klimabotschafter eine globale nachhaltige Entwicklung zu fördern - auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Gerade die Unterschiede zwischen den Ländern brachten einen zum Erstaunen und waren gleichzeitig der Schlüssel zum globalen Denken, wie ich in den nächsten Tagen feststellte. Ich heiße Judith Gebbe, besuche die 11. Klasse und bin Klimabotschafterin. 

 

Auf der Internationalen Jugend-Klimawoche hatte ich die Gelegenheit mit erstklassigen Referenten zu reden, wie beispielsweise Prof. Hartmut Grassl vom  Max-Planck Institut, Dr. Frank Umbach vom europäischen Zentrum für Energie- und Ressourcensicherheit und Tilman Santarius von der Heinrich-Böll Stiftung bzw. Germanwatch. Besonders beschäftigt haben mich die Themen soziale Gerechtigkeit und zukünftige Wirtschaftsentwicklung. Von unserer Perspektive sieht das noch recht gut aus, aber als ich mich dann mit einem Inder darüber austauschte, wurde mir bewusst, wie einseitig meine Sicht ist. Auch die Frage, wie eine Wirtschaft aussehen müsste, damit sie dauerhaft bestehen kann und nicht den eigenen Lebensraum zerstört, beschäftigte mich.

Des Weiteren hatte ich in dieser Woche die Chance, in den Dialog mit Politikern zu treten. So war ich beispielsweise Teil eine Videokonferenz mit Christina Figueres, der Generalsekretärin der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) und konnte kritische Fragen in einer Gesprächsrunde mit Stefan Birkner, dem niedersächsischen Umweltminister, stellen. Zu meinem Überraschen war er sehr offen und stellte sich meinen Fragen. Außerdem sicherten wir uns, als Osnabrücker Gruppe, seine Unterstützung für unsere eigenen Feldprojekte, auf die ich schon sehr gespannt bin. 

Das Programm bot aber noch wesentlich mehr als nur Vorträge und Politiker. Interaktivität stand im Vordergrund und  gestaltete sich durch Workshops und Gruppenarbeiten. In einer der Gruppenarbeiten ging es beispielsweise um das Vergleichen der Länder im Hinblick auf die Einsetzung von erneuerbaren Energien, Carsharing und Organic Food. Wir erstellten eine Tabelle und es war spannend zu sehen, wie unterschiedlich „weit“ die einzelnen Länder waren. In Namibia z.B. ist der Anteil an erneuerbaren Energien gerade mal 0.1% (geschätzt), obwohl sie die Solarenergie super nutzen könnten. In Brasilien wiederum liegt der Anteil bei ca. 90%, trotzdem gibt es starke Probleme, da diese nur aus der Wasserkraft entspringen und bei der Gewinnung dieser Energie Teile der Natur durch z.B. Überschwemmungen zerstört werden. Als wir Carsharing betrachteten und die sehr positive Einstellung und Verbreitung hier in Deutschland darlegten, schauten uns die Chinesen etwas ungläubig an, weil sie sich das einfach nicht vorstellen konnten. In China ist dieses System zum jetzigen Zeitpunkt nicht umsetzbar, wie wir feststellten. 

 

Aber nicht nur in der Gruppenarbeit und bei projektrelevanten Themen entstand ein Austausch. Ich habe zum Beispiel gelernt meinen Namen auf Chinesisch zu schreiben und realisierte, wie glücklich ich sein kann, den klaren blauen Himmel zu sehen, als mir ein Chinese vom Wetter in Wuhan erzählte. Außerdem lernte ich, auch wenn die Hauptsprachen Deutsch und Englisch waren, nach ein paar Tagen auf verschiedenen Sprachen Menschen zu grüßen. Besonders der Länderabend brannte sich in mein Gedächtnis als einer der schönsten Erlebnisse dieser Zeit. Es ging zu wie auf einem Basar, überall gab es kulturelle und landestypische Snacks, man hörte die verschiedensten musikalischen Klänge, es wurde getanzt und geplaudert und man lernte die Länder von einer ganz neuen Seite kennen. Ich trage immer noch ein traditionelles bulgarisches Band um den Arm, welches mir Glück schenken soll. Ich bin zurück nach Hause gefahren und war total überwältigt, so dass mir die Normalität seltsam fremd vorkam. Es gab so viele Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse, die ich zu verarbeiten hatte.

Gleichzeitig habe ich mich persönlich stark weiterentwickelt. Ich habe gelernt, vor einer Gruppe meine Standpunkte darzulegen, auf internationaler Ebene zu diskutieren und zu argumentieren, meine Ergebnisse zu präsentieren und eine Gruppe zu leiten. Wodurch ich auch meine Fremdsprachenkenntnisse verbessert habe. Das Projekt ist eine unglaubliche Herausforderung für jeden und man wächst an seinen Aufgaben.

 

Ein weiteres Ereignis, welches mich prägte, war die Stadtaktion am Samstag. Wir haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt, wobei die eine nach Wolfsburg ging und die andere nach Hannover. Unsere Gruppe hatte sich die Aktion überlegt, einen Mülleimer in die Fußgängerzone zu stellen und bei jedem Passanten, der den von uns drapierten Müll aufhob, zu jubeln und ihn zu feiern. Das Problem war aber, dass die Leute lieber stolperten und den Müll wegkickten, als ihn aufzuheben. Das schockierte mich, denn der Mülleimer stand ja in unmittelbarer Nähe und dennoch waren die Menschen abgestumpft und faul genug, weiter zu gehen. 

Ich habe erkannt, dass sich etwas verändern muss, in unserem Denken, in unserem Handeln und in unserem Verhalten. Das Thema Umwelt- und Klimaschutz geht uns alle etwas an, ob wir nun aus Peru kommen, der Türkei, China oder hier aus Deutschland spielt keine Rolle. Wir müssen alle etwas tun, denn im Moment leben wir verschwenderisch und nicht nachhaltig.  

Wenn wir so weiter machen, wird es diesen Planet, so wie wir ihn kennen und so wie ich ihn schätze, nicht mehr geben. Das ist mir in dieser Woche noch stärker bewusst geworden und ich möchte mich dafür einsetzen! 

 

 

Bilder der Aufführung - Die Physiker (2010 /2011)

Bilder: Mehmet Akdag

 

 

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