Tim Lehmkuhl und Maxim Malafeev haben das GBI bei der Niedersächsischen Mathematik-Olympiade vertreten. Tim berichtet.
Nachdem wir uns erfolgreich für die Landesrunde der Mathematik-Olympiade qualifiziert hatten, durften wir, Tim Lehmkuhl (Klasse 9) und Maxim Malafeev (Klasse 13), unsere Schule in
Göttingen vertreten. Schon am Freitagmorgen begann unsere Reise: In Begleitung unseres betreuenden Lehrers Herr Möller, fuhren wir mit dem ICE kurz vor neun Uhr in Osnabrück los. Die Zugfahrt verlief reibungslos und mit jeder Minute stieg die Vorfreude auf das, was uns erwartete.
Nach unserer Ankunft an der Georg-August-Universität Göttingen wurden alle Teilnehmer begrüßt und in die bevorstehenden Klausuren eingewiesen. Als die erste Klausur begann, wurde schnell klar, dass die Aufgaben deutlich anspruchsvoller waren als in den vorherigen Runden. Oft ging es weniger darum, sofort eine vollständige Lösung zu finden, sondern vielmehr darum, überhaupt einen guten Ansatz zu entdecken. Das erforderte viel Kreativität, Geduld und Ausdauer.
Trotz der anspruchsvollen Klausuren war die Stimmung unter den Teilnehmern durchweg positiv. Überall traf man auf andere Schülerinnen und Schüler, die dieselbe Begeisterung für Mathematik teilten. Es war beeindruckend zu erleben, wie Mathematik Menschen aus ganz Niedersachsen miteinander verbinden kann. Auch außerhalb der Klausuren entstanden viele Gespräche und neue Begegnungen.
Nach einer Übernachtung in der Göttinger Jugendherberge (das Essen war hervorragend!), folgte am Samstag die zweite Klausur. Am Nachmittag nutzten wir das Rahmenprogramm, um das Strategiespiel Go kennenzulernen, das uns durch seine Tiefe und Komplexität faszinierte. Gemeinsam mit unserem Lehrer besuchten wir außerdem eine Universitätsvorlesung mit dem Titel „Von Irrfahrten zu paradoxen Zerlegungen“. Auch wenn die Inhalte teilweise schwierig zu verstehen waren, war es eine besondere Erfahrung, Mathematik auf Universitätsniveau mitzuerleben.
Den Abschluss bildete die feierliche Siegerehrung im historischen Aulagebäude der Uni Göttingen. Sieger waren wir am Ende alle - auch ohne Auszeichnungen - da wir zu den ca. 200 ausgewählten Teilnehmern von über 40.000 Schülern von 130 niedersächsischen Grund- und weiterführenden Schulen gehörten. Vor allem die einzigartige Atmosphäre, die vielen Begegnungen und das gemeinsame Erlebnis werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Am Samstagabend kehrten wir schließlich mit dem ICE nach Hause zurück – erschöpft, aber voller neuer Eindrücke. Die Teilnahme an der Landesrunde der Mathematik-Olympiade war für uns eine wertvolle und inspirierende Erfahrung, die uns noch lange motivieren wird, uns weiter mit Mathematik zu beschäftigen.
Tim Lehmkuhl

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