Ein Bericht von A. Hantel
Am Tag der Bundestagswahl 2009 machten sich 19 Schülerinnen und Schüler vom Flughafen Düsseldorf auf den Weg in die urbs aeterna, um dort eine beeindruckende Woche zu erleben.
Die Schülerinnen und Schüler konnten einen ersten Einblick in diese an Kulturschätzen unermesslich reiche Stadt gewinnen und sich bei sommerlichen Temperaturen mit dem Leben in einer europäischen Metropole vertraut machen. Gleich am ersten Abend erkundete die Gruppe Rom bei Nacht und suchte die Spanische Treppe, das Pantheon und die Piazza Navona auf- Orte, die die Schülerinnen und Schüler in dieser Woche noch häufig in den Abendstunden besuchen sollten.
Um dem Charakter der Studienfahrt gerecht zu werden, erschlossen sich die Schülerinnen und Schüler die einzelnen Besichtigungsorte durch Referate. Der erste Tag der Studienfahrt stand unter dem Thema „Antikes Rom“ und führte die Gruppe zu imposanten Stätten wie dem Forum Romanum, Forum Boarium, dem Circus Maximus, dem Kapitol und dem Kollosseum. Abschließend konnten die Schülerinnen und Schüler ihren Mut an der Bocca della Verita unter Beweis stellen. Doch auch christliche Stätten (Santa Maria Maggiore, San Paolo fuori e mure, San Giovanni in Laterano, San Pietro, San Ignazio,...) standen auf unserem Plan. Am Mittwoch nahmen wir an der Audienz des Heiligen Vaters teil, der unsere Gruppe namentlich in seinen Segen einschloss. Ein weiteres Highlight des Programms war die Führung durch die Katakomben des Kalixtus durch Pater Rainer, dem es in seiner unnachahmlichen Art gelang , sowohl heitere als auch nachdenkliche Momente zu erzeugen (Danke!). Mit einem Besuch der Gedenkstätte an den Fosse Ardeatine war auch die Geschichte Roms im Zweiten Weltkrieg Thema der Studienfahrt.
Besondere Berücksichtigung fanden auf unserer Fahrt - mit Blick auf die Themenschwerpunkte des Zentralabiturs für das Fach Latein – Relikte aus augusteischer Zeit wie die Ara pacis und das Mausoleum des Augustus. Nachdem die Gruppe schon am Dienstag die Vatikanischen Museen tapfer in Angriff genommen hatte, bildete ein Besuch der Galleria Borghese (mit den Schwerpunkten Bernini und Caravaggio) und ein gemeinsames Abendessen bei „Oreste“ den Abschluss der Fahrt.
Die Teilnehmer der Fahrt sehn betroffen den Vorhang zu und viele Fragen offen:
Wer hatte die meisten Mückenstiche? Was sind Paffs? Kann man unsere Erschöpfung auf das Stendhal-Syndrom zurückführen? Warum kommt in Rom nie der Bus, wenn man ihn braucht? Warum ist es in den Zimmern der Mädchen immer lauter als in denen der Jungs? Was wollte Caravaggio in Nepal? Sind Flip-Flops wirklich das beste Schuhwerk für Rom? Warum hat kein Schüler PowerPoint bei seinem Referat eingesetzt?
Den Schülerinnen und Schülern sprechen wir unseren Respekt aus für ihre tranquillitas animi, an der wir uns ein Beispiel nehmen können. Eure Disziplin und vor allem eure Pünktlichkeit, die selbst vom Lehrkörper trotz aller Anstrengung nicht zu überbieten war, hat uns sehr beeindruckt. Wir danken allen Teilnehmern der Fahrt, die „Grazie“ sagen oder denken. Wenn Mückenstiche die größten Probleme der Lehrkräfte sind, bleibt nur zu sagen: Wir würden jederzeit wieder mit euch auf große Fahrt gehen!
Fotos: C. Wiemann/ S. Braak