"... zu sehen, was die Welt im Innersten zusammenhält."(Goethe, Faust I)
Schon die Urväter Europas (Griechen und Römer) suchten -wie wir heute in der Europaschule GBI- nach den Grundwahrheiten unseres Seins. So beschäftigen wir uns - "wie das Gesetz es befahl" (Rahmenrichtlinien) - in Niedersachsen mit folgenden Fragen als stets Suchende, die niemals nichts wissen (frei nach Sokrates):
Durch das Staunen (griechisch: thaumazein) habe die Menschen jetzt wie auch zuerst zu philosophieren begonnen: Sie staunten anfangs über das Unerklärliche, das ihnen vor die Hände kam, dann gingen die von Geringem zu Größerem voran und fragten nach den Mondphasen, nach der Sonne und der Enstehung des Weltalls. Der aber, der voller Fragen ist und erstaunt, glaubt, in Unkenntnis zu sein (so ist auch der Mythenfreund ein Philosoph, denn der Mythos besteht aus Erstaunlichem). Begann man also zu philosophieren, um der Unkenntnis zu entfliehen, so suchte man offenbar das Verstehen um des Wissens willen, keineswegs aber wegen irgendeines Nutzens. Das bezeugt auch der Gang der Dinge, denn erst, als alles zum Leben Notwendige vorhanden war und alles, was das Leben erleichtert, begann man, nach solcher Erkenntnis zu streben. Offenbar also suchen wir sie nicht aus irgendeinem sonstigen Bedürfnis, sondern -wie wir sagen, dass nur der Mensch frei ist, der um seiner selbst und nicht um eines anderen willen lebt- so ist allein dieses Wissen frei, denn es trägt seinen Zweck in sich selbst. [...]
Alle beginnen nämlich, wie gesagt, mit dem Staunen, dass die Dinge so sind, wie sie sind [...]
Aristoteles, 384-322 v. Chr.
Herrn F. Brune, Frau H. Hagedorn