Kooperation Theater
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Theater und Gymnasium Bad Iburg – eine gelungene Partnerschaft

Kooperationsvereinbarung zwischen dem Stadttheater Osnabrück und dem GBI

Das Stadttheater Osnabrück mit seinem Intendanten Holger Schultze und das GBI verfolgen gemeinsam das Projekt, interessierten Schülerinnen und Schülern klassen- bzw. jahrgangsbezogen den Besuch einer regulären Theatervorstellung zu ermöglichen. Ziel dieses Projektes ist es, junge Menschen mit den verschiedenen Facetten des Theaters vertraut zu machen, aber ihnen auch einen Blick hinter die Kulissen des Theaters zu ermöglichen. Zugleich sollen sie die Begleitumstände eines Theaterbesuchs wie den Umgang mit anderen Theaterbesuchern, das Verhalten im Theaterraum bzw. während einer Aufführung, die Kleiderordnung oder die Pausengestaltung kennen lernen.

Der Intendant und das GBI erhoffen sich von dieser Maßnahme, jungen Menschen grundsätzlich einen dauerhaften Zugang zum Theater zu eröffnen, Vorurteile abzubauen und gleichsam einen Sozialisierungsprozess pro Theater in Gang zu setzen. Aus diesem Grunde besuchen die Schülerinnen und Schüler des GBI’s auch keine separaten Schulvorstellungen, sondern reguläre Abendvorstellungen im Rahmen des zur Verfügungen stehenden Sitzplatzangebotes.


Der Besuch eines Stückes ist deshalb auch nicht a priori an vorgegebene Unterrichtsinhalte gebunden, sondern die Schüler sollen ihre Entscheidung für eine bestimmte Theatervorstellung in erster Linie nach ihrer Vorliebe treffen. Nichtsdestotrotz bleibt es dem GBI überlassen, und davon wird verständlicherweise Gebrauch gemacht, die einzelnen Aufführungen thematisch und gattungsmäßig mit dem Unterrichtsstoff eines Jahrgangs in Einklang zu bringen.


Seitens des Theaters besteht der nachvollziehbare Wunsch, Vorstellungen möglichst aller Sparten – Schauspiel, Musik-/Tanztheater, Konzert und Kinder- und Jugendtheater zu besuchen. Darüber hinaus hält das Theater ein Angebot zum Besuch von Bühnenshows, Theaterführungen und Probenbesuche für teilnehmende Klassen einer Schule vor.


Gänzlich unbürokratisch und damit von ihrer Wirkung her äußerst attraktiv verlaufen die Auswahl der Stücke und die Logistik beim Erwerb der Eintrittskarten. Bereits in der auslaufenden Spielzeit werden zwischen dem Theater und dem GBI die jeweiligen Stücke, Termine und das Kartenkontingent, in der Regel ausgerichtet an Jahrgangsstufen, für die neue Spielzeit festgelegt. Veränderungen in der Anzahl der Karten sind bis zu einem festgesetzten Termin möglich. Die Kartenkontingente setzen sich aus Karten der unterschiedlichen Ränge, einschließlich Parkett, zusammen. Die Schule ist lediglich für deren Verteilung zuständig.

 

Darüber hinaus bietet das Theater den Schulen personelle Hilfen zur erfolgreichen Umsetzung dieses Projektes an. Theaterpädagogen, derzeit bereits drei, stehen zur Vor- und Nachbereitung von Vorstellungen zur Verfügung, gestalten Workshops für die Schulen und in den Schulen und führen durch das Projekt Theater.


Grundlage der zielgerichteten Zusammenarbeit zwischen dem Theater und dem GBI bildet eine Kooperationsvereinbarung. Darin sind die angestrebten Ziele als gegenseitige Verpflichtung festgehalten, die Modalitäten des Theaterbesuches beschrieben und nicht zuletzt die monetären Bedingungen geregelt. Der Vertrag und damit die eingegangenen Verpflichtungen haben eine Laufzeit von drei Jahren mit einer Option zur Verlängerung.


Für unser GBI bietet sich damit der stets gewünschte und nun realisierbare Effekt, der Theorie die praktische Durchführung und Bestätigung folgen lassen zu können, noch dazu an einem außerschulischen Lernort von herausgehobener Qualität. Zweifellos verfügt es dadurch über eine pädagogische Plattform, die gymnasialen Unterricht auf höchstem Niveau ermöglicht.

 

Den größten Profit tragen unsere Schülerinnen und Schüler davon. Sie können als reguläre Besucher eine Theatervorstellung live in all ihren Facetten erfahren. Sie müssen nicht mit dem Los eines Hinterbänklers vorlieb nehmen und sich nicht mit der Atmosphäre interner Schulvorstellungen begnügen. All das können sie zu Eintrittspreisen erfahren, die als äußerst sozial und jugendfreundlich bezeichnet werden müssen, ganz abgesehen davon, dass im Bedarfsfall die Schule die Kosten übernimmt. Hinzu kommt, dass ein gemeinsamer Theaterbesuch im Klassen- oder gar im Jahrgangsverband auch positive Auswirkungen auf das Gemeinschaftsgefühl hat und nicht zuletzt auch einen nachhaltigen Eindruck bei den übrigen Theaterbesuchern hinterlässt. Es ist schon ein erhabenes Gefühl, einem ganzen Jahrgang unserer Schule, das heißt zum Teil mehr als 150 Schülerinnen und Schülern, im Theater ....

 

Dem Stadttheater Osnabrück gebührt Anerkennung für das Konzept und die Initiative, dieses Projekt ins Leben gerufen und vor allem erfolgreich mit Leben erfüllt zu haben. Dank gebührt aber auch den Kolleginnen und Kollegen unserer Schule, die sich dieses Projektes angenommen haben und mit ihrem logistischen Geschick solche Theaterbesuche erst ermöglichen.

 

 

                                                                                                            Dr. Hans-Joachim Pöling


Kooperationsgespräch Theater-GBI

Der Erhalt und Ausbau der Kooperation zwischen dem Gymnasium Bad Iburg und dem Theater Osnabrück stand im Zentrum eines Gespräches zwischen Herrn Dr. Pöling und dem Theaterintendanten Herrn Schultze, das am 10.11.2008 in den Räumen des Theater stattfand. Diese Zusammenarbeit besteht seit einige Schuljahren und ermöglicht den Schülern zu günstigen Konditionen Theateraufführungen zu besuchen.

Her Dr. Pöling mit dem Theaterintendanten Herrn Holger Schultze

Theaterfahrt des Jahrganges 8

Die Schülerinnen und Schüler des Jahrganges 8 besuchen am 2.6.2008 das Theaterstück "Strike" zum Thema Gewalt im Internet und in Computerspielen am Emma-Theater.

Der Besuch geschieht in zwei Gruppen:

Gruppe 1:

8K3, 8L, 8K1: Abfahrt am GBI: 8.45 Uhr, Theaterbeginn: 9.30 Uhr, Rückfahrt ab OS: 11.15 Uhr

Gruppe 2:

8K2, 8F1, 8F2: Abfahrt am GBI: 10.45 Uhr, Theaterbeginn: 11.30 Uhr, Rückfahrt ab OS: 12.45 Uhr

"Strike" aus der Sicht eines Schülers der 8L

Am 2.6.08 fuhren wir, die Klasse 8L, mit dem gesamten 8.Jahrgang in das Emma Theater in Osnabrück, um das Stück „Strike! - In dieser Nacht schlagen wir zurück“ von Lorenz Hippe zu sehen.  <//span>In dem Theaterstück wollen zwei Jungen, Remo und Anatol, sich einen Tag vor dem offiziellen Killerspielverbot noch für den ESport-Cup in CounterStrike in Singapur qualifizieren. <//font>

Bereits sechs Tage zuvor haben wir an einer Theater Vorbereitung mit zwei Theaterpädagoginnen teilgenommen, in der wir mehr über das Stück, die beiden Protagonisten, den Beruf eines Schauspielers (seine Vorbereitung auf ein Stück) und CounterStrike erfahren haben. Dort machten wir verschiedene Spiele, z.B. einen Text durch Hineinversetzen in verschiedene Stimmungen auswendig lernen oder das „Kontrollieren“ seines Nachbarn, der einen Roboter spielt. Mir gefiel die Vorbereitung sehr, vor allem, weil sie Teile von den Charakteren der beiden Jungen gezeigt hat und somit die Vorfreude nochmals steigerte.<//font>

 <//span>Die Storyline im Stück war faszinierend, aber ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Anatol und Remo sind entsetzt, da am folgenden Tag(den 1.Mai) alle Killerspiele offiziell verboten werden sollen - darunter fällt auch ihr heißgeliebtes CounterStrike. Da sie auf Grund eines fehlenden Teammitglieds nicht an dem letzten Cup teilnehmen können, entschließen sie sich, die Nacht im Einkaufzentrum (im Internetcafé) zu verbringen – natürlich illegal. Doch Remo ist von Anatols Plan nicht ganz überzeugt und sein Gefühl soll ihn nicht täuschen. Genau wie die Geschichte, ist auch Umsetzung der virtuellen „Maps“ sehr gut gelungen, was durch Soundeffekte (teils Originaltöne aus dem Spiel!) und ein wandelbares Bühnenbild unterstützt wird. Alle Gefühle der Charaktere kommen sehr realistisch rüber.<//font><//font>

Die Aufführung an sich kann ich nur empfehlen, auch für diejenigen, die sich nicht sonderlich mit Computern auskennen. Teils witzig, teils Ernst: Das Stück regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, vor allem das Ende.<//font>

Gerne wieder!<//font>

Hans-Christian Koch, 8L<//font><//font>


"Strike" aus der Sicht von Schülern der Klasse 8K3

Headshot-und weg ist er! So abhängig von Counterstrike?

 „Remo, Baby!“ Diesen Satz werden viele ab jetzt öfter hören. Denn momentan wird in Osnabrück das Theaterstück „Strike-in dieser Nacht schlagen wir zurück!“ im Emmatheater aufgeführt, in dem 2 Jungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, mit aller Kraft versuchen, sich das Computerspiel „Counterstrike“ nicht verbieten zu lassen. Das Stück spielt am 20.April,doch schon am 1.Mai werden sie es nicht mehr spielen dürfen. Wo sie sonst jeden Tag im sogenannten „Citynet“ abhängen… Doch morgen soll es vorbei sein. Dabei merken die beiden nicht, wie abhängig sie schon sind und brechen in der Nacht zum 1.Mai ins „City“ ein.

 In einer für Jugendliche ansprechenden Sprache bringen die Schauspieler das ernste Thema glaubhaft rüber, sodass die Aufmerksamkeit der jugendlichen Zuschauer nicht verebbt.

Ein Realitätsbezug ist zwar manchmal schwer herstellbar (z.B. rückt die GSG9-Bundespolizei an), jedoch  wird auch durch Bemerkungen wie „Wir sind doch keine Amokläufer!“ klar, dass Remo und Anatol den Wandel von „Virtual Life“ in „Real Life“ gar nicht wahrnehmen, obwohl Remo dieses immer wieder abstreitet. Als Zuschauer kann man richtig mitverfolgen, wie die beiden Jungen das Kaufhaus mehr und mehr zu ihrem Counterstrike-Spielfeld machen (z.B. Remo anfangs „Im Grunde ist das Kaufhaus wie eine Map (=CS-Spielfeld), man muss sich nur die Schatten wegdenken; oder Anatol „Hier ist ein Geheimversteck, jede gute Map hat eins“ als die beiden einen abgelegenen Raum entdecken)

Zudem wurden in der vorausgegangenen Theatervorbereitung Sätze verteilt, die auswendig gelernt werden mussten, wodurch in der Aufführung aufmerksam auf den „eigenen“ Satz gewartet wurde.  Desweiteren wird die Aufmerksamkeit durch überraschende Wechsel von ruhigen und schnellen Szenen erhalten, die durch die beeindruckenden Schauspieler Joachim Eilers (Anatol) und Simon Keel (Remo) gewährleistet werden.

In der Theatervorbereitung wurden auch Counterstrike-Laien mit dem Thema vertraut gemacht, sodass der „Szene-Slang“ leichter verständlich wurde. Außerdem wurde vorab über ein Counterstrike-Verbot diskutiert, wogegen sich die begeisterten Counterstrike-Spieler Anatol und Remo in der Vorführung aussprachen.

Obwohl der Schluss schon früh zu erahnen war, stand er letzten Endes noch relativ offen, sodass im Anschluss an das Theaterstück noch in Ruhe nachgedacht werden konnte. 

Insgesamt überzeugt „Strike-in dieser Nacht schlagen wir zurück!“ durch seine Aktualität mit Kritik auf die gegenwärtige Meinung der Politiker und durch die guten Schauspieler.

Empfehlenswert.

Von

 Ira Schwartentappmeyer, Lukas Tappmeyer

Moritz Rüter,

und Maren Preuß,

8K3

 

 

Szenenbild aus Strike (Fotograf: Klaus Fröhlich)

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