Die Idee zum Bau einer Kletterwand hatte Oliver Brand, Sportlehrer am GBI, vor über
drei Jahren. Wir Elternvertreter fanden dieses Projekt sehr spannend und sagten nach
kurzer Beratung eine Anschubfinanzierung über 3.000,00 Euro zu.
Der Bad Iburger Architekt Heinz-Werner Hengelbrock fertigte ein Modell der Kletterwand
an, wobei ich über die Dimensionen der Statik und der damit verbundenen Gewichte
der Baumaterialien noch keinerlei Vorstellung hatte.
Nachdem auch die Finanzierung weitere Fortschritte gemacht hatte, sollte es im Oktober 2008 endlich losgehen.
Und schon tauchten die ersten Probleme auf: Wer sollte dieses Riesenprojekt eigentlich handwerklich in die Tat umsetzen? Eine Vergabe an Kletterwandbauspezialbetriebe kam
jedenfalls aus Kostengründen nicht in Betracht. Ich glaube, in diesen Wochen wurde uns
allen bewusst, auf was wir uns da eingelassen hatten. Die Anspannung der Kollegen Brand und Hengelbrock war auf jeden Fall deutlich zu bemerken.
Natürlich wusste ich von Anfang an, dass sich, wie es sich bereits bei der Bibliothek gezeigt hatte, ein „harter Kern“ zusammenfinden würde. Da „Harte Kerne“ anscheinend immer aus denselben Personen zu bestehen scheinen, konnten wir uns jetzt an die Arbeit machen.
Als die ersten Stahlträger mit einem riesigen LKW per Kran auf unserem Betriebsgelände abgeladen wurden, fragten mich meine Mitarbeiter, ob wir eine neue Kfz.-Halle bauen würden. Es hat einige Motivationskünste erfordert sie davon zu überzeugen, dass nach Feierabend in die vier 250 kg schweren Stahlträger 500 Löcher und in die Befestigungswinkel weitere 1000 Löcher zu bohren seien.
Im Dezember 2008 transportierten wir die vorbereiteten Stahlträger von Bad Rothenfelde nach Bad Iburg. Als einzige Zugangsmöglichkeit in die Sporthalle konnte nur eine Notausgangstreppe benutzt werden. Mit welcher logistischen Meisterleistung wir letztlich die 5 mtr. langen Träger in die Halle verfrachtet haben, muss an dieser Stelle allerdings unser Geheimnis bleiben.
Leichtsinnigerweise hatte ich versprochen, 10 x 3 Meter der Kletterwand bis zum 09. Januar 2009, dem Tag der Offenen Tür des Gymnasiums Bad Iburg, der interessierten Öffentlichkeit präsentieren zu können. Unseren Familien kündigten wir vorsichtshalber an, dass die Weihnachtsfeierlichkeiten dieses Jahr leider ohne uns stattfinden müssten. Ferner ständen wir für weitere innerfamiliäre Aktivitäten ebenfalls nicht zur Verfügung.
Es warteten immer noch folgende Arbeiten auf Erledigung:
40 Injektionsdübel zur Aufnahme der Stahlträgerbefestigungen setzen, Halterungen für die Elektroseilwinden konstruieren, Stahlträger an die Betonstützen montieren, 8 Holzbohlen auf die Träger aufbringen, 24 Holzplatten mit Spezialbeschichtung streichen und 500 Einschlagmuttern setzen, Holzplatten befestigen, Klettergriffe verschrauben und Herrn Fries überzeugen, nachts das Licht auszuschalten.
Zeitlich war das eigentlich nicht mehr zu schaffen. Oliver Brand organisierte einige Schüler zur tatkräftigen Unterstützung Wir arbeiteten Tag und Nacht und am Vorabend des 9.Januar hatten wir es doch geschafft. Der 1. Bauabschnitt war fertiggestellt.
Jetzt benötigte der „Harte Kern“ eine Auszeit von einigen Wochen, um zu Hause in Friedensverhandlungen einzutreten und um sich auf die nächsten Aufgaben vorbereiten
zu können.
Der zweite Bauabschnitt ist mittlerweile weit fortgeschritten. Alle oben beschriebenen Arbeiten wiederholen sich jetzt in der ersten Etage auf einem Gerüst in der luftigen Höhe
von sieben Metern. Hier oben unter dem Sporthallendach haben wir einen prima Überblick
über die sonstigen sportlichen Aktivitäten der Schulgemeinde.
Wir versuchen, die Kletterwand in den Sommerferien zu vollenden, damit im nächsten Schuljahr die ersten Kletterkurse stattfinden können.
Als weitere Variante wollen wir die Möglichkeit des „Kistenklettern“ wie bei der Fernsehsendung „Wetten dass …“
Lieber Leser, sie werden sich jetzt bestimmt fragen, wie sie dieses ehrgeizige Projekt ideell oder besser noch monetär unterstützen können. Es ist ganz einfach, wenn ihnen unser Einsatz<//font>
für die Schule gefällt, zögern sie bitte nicht eine Spende in beliebiger Höhe auf das Konto des Fördervereines des Gymnasiums Bad Iburg zu überweisen. Um an dieser Stelle keine<//font>
Missverständnisse aufkommen zu lassen. Wir arbeiten ehrenamtlich und kostenlos und<//font>
„leben“ nur von Applaus und Anerkennung. Ihre Spenden werden ausschließlich für Material-<//font>
Einkäufe verwendet. Zur Zeit fehlen z.B. noch weitere Klettergriffe, Kletterausrüstung, Seile und Karabinerhaken.
Sparkasse Osnabrück
Stichwort Kletterwand
Konto-Nummer 6347991
Bankleitzahl 26550105
Herzlichen Dank für ihre Unterstützung !!!
Abschließend möchte ich ihnen natürlich noch den „Harten Kern“ vorstellen:
Heinz-Werner Hengelbrock
Norbert von Lojewski
Bernhard Otte und
Norbert Hagemeier
Tatkräftig unterstützt werden wir u.a. von Oliver Brand, Schülern der Jahrgänge 11 und 12 des GBI, den Mitarbeitern der Firma Hagemeier aus Bad Rothenfelde und der Firma Koch aus Bad Laer.
Norbert Hagemeier