Vom 13.03. bis zum 23.03.2007 fand der Gegenbesuch unserer Schule bei unserer französischen Partnerschule in Parthenay statt. Von einigen Highlights möchte ich euch in diesem Artikel berichten:
Zuerst möchte ich von unserem Abstecher nach Paris erzählen, den wir auf der Hinfahrt nach Parthenay machten. Uns war leider nur eine kleine Sightseeing Tour möglich, da die Zeit so knapp war. Aber auch in diesen fast zwei Tagen sahen wir viele Dinge von Paris, das Hôtel de Ville, den Louvre oder den Eifelturm, den wir aufgrund der knappen Zeit in einer Rekordzeit von ca.5 Minuten bestiegen. Natürlich wurde von uns auch das bekannte „pain au chocolat“ probiert. Aber auch die Schattenseiten blieben vor uns nicht versteckt. Wir wurden zum Beispiel alle Zeugen eines Raubüberfalls auf Frau Schulke. Ihr wurde auf sehr dreiste Art ihre Handtasche vor unserem Hotel von einem Motorradfahrer entwendet.
Doch die Zeit in Paris war kurz und schon bald darauf ging es weiter nach Parthenay. Darüber gibt es auch einige Erlebnisse zu berichten, die nennenswert sind, wie zum Beispiel die Party im Schwimmbad von Parthenay. Das hat uns unheimlich fasziniert. Was für eine tolle Idee in einem Schwimmbad eine Party zu feiern.
Ein weiterer Höhepunkt war sicherlich auch der Tagesausflug mit unseren französischen Corres zu einem Festsaal in Coulon. Dort wurden uns einige alte Volkstänze aus der Region gezeigt. Teilweise Einzeltänze und teilweise Partnertänze, die wir mit Begeisterung zu erlernen versuchten.
Ein weiterer erlebnisreicher Tag war der Ausflug nach Poitiers. Im Futuroscope, eine Art Themenpark, in dem sich alles um Zukunft und Technik dreht, gab es viel zu sehen und zu entdecken, wie zum Beispiel einige 3D-Kinos, Lasershows und vieles mehr. Doch das wahrscheinlich beste an diesem Austausch war die Party am Wochenende, die privat von zwei der Franzosen in einem Gebäude etwas abseits von Parthenay organisiert wurde. Die Stimmung war super und es wurde viel getanzt. Da der Ort der Party sehr weit von den meisten Häusern der Gastfamilien entfernt war, übernachteten einige von uns dort.
Aber es gab auch Ausflüge, die nicht so gut waren, wie zum Beispiel das Marais Poitevin. Das ist ein Moor, in dem wir von zwei Animateuren herumgeführt wurden. Das Moor an sich war sehr schön, nur das Problem war, dass keiner der Schüler etwas von dem verstanden hat, was die Animateure erzählt haben und so sich diese kleine Wanderung endlos in die Länge zog. Die „Atelierarbeit mit Stan“ war auch für alle ein sehr seltsames Erlebnis. Stan ist nämlich ein etwas älterer, vollkommen in Jeans gekleideter Mann mit einem normalen Auge und einem Auge, das aussieht wie das einer Schlange. Mit ihm gingen wir in eine leer stehende Kirche, da sie eine Akustik mit einem sehr starken Nachhall hatte. Diesen nutzte er, um uns zu zeigen, dass alles Mögliche, was Klang erzeugen kann, Musik sei. Dies demonstrierte er uns zum Beispiel mit einem Spachtel, mit dem er an eine Wand der Kirche kratzte.
Als krönenden Abschluss gab es am letzten Abend des Austausches eine Dokumentation über das, was wir in den vergangenen zwei Wochen bei der Projektarbeit mit unseren Austauschpartnern erarbeitet hatten. Unsere Aufgabe war es bei der Projektarbeit, eine kreative Dokumentation zum Thema „französische Musik“ zu erstellen, die wir an dem besagten Donnerstag unseren Gasteltern vorstellten. Frau Schulke, Frau Strauch und die beiden französischen Lehrerinnen, die am Austausch beteiligt waren, unterstützen uns tatkräftig bei der Vorbereitung des Projektes und bei der Umsetzung unserer Ideen, so dass wir einen interessanten und lustigen Abend verbringen konnten. Natürlich war alles bis zur Präsentation sehr stressig, aber am Ende waren wir alle zufrieden mit unserer Leistung und froh, alles hinter uns zu haben.
Am nächsten Morgen stand uns dann der schwere Abschied von unseren Gastfamilien, die uns alle sehr herzlich aufgenommen hatten und der Abschied von unseren Corres, mit denen wir so viel erlebt hatten, bevor. Unsere Lehrer hatten große Mühe uns in den Bus zu bekommen, da wir immer wieder ausstiegen, um uns nochmals zu verabschieden, oder die Franzosen in den Bus stiegen, um die Abfahrt zu verzögern - mit Erfolg. Aus der geplanten Abfahrt um acht Uhr wurde schnell halb neun. Dann saßen alle im Bus, um die lange Rückreise anzutreten.
Wir sind uns alle einig, dass es ein sehr gelungener Austausch war. Merci beaucoup à Madame Strauch et Madame Schulke.
© Barbara Papenbrock