Beachvolleyballer scheitern beim Bundesfinale knapp im Viertelfinale
Vor dem Turnier wäre die Beachvolleyballmannschaft des Gymnasiums Bad Iburg mit dem achten Platz sicherlich zufrieden gewesen, in einer ereignisreichen Woche in Berlin war jedoch mehr drin. Als Landessieger Niedersachsen konnten sich die Beachvolleyballer für das Bundesfinale Jugend trainiert für Olympia qualifizieren. Hier galt es nun gegen die Vertreter der anderen Bundesländer zu bestehen. In der Vorrunde verlor die Mannschaft trotz guter Leistung gegen den späteren Turniersieger, das Coubertin-Gymnasium Berlin, eine „Eliteschule des Sports“.
Gegen das Saarland spielten die Schülerinnen und Schüler nicht mehr ganz so gut, konnten sich jedoch mit einem glatten 3:0 durchsetzen. Gegen die Bremer Vertretung trumpfte die Mannschaft dann wiederum stark auf und erreichte auch hier ein 3:0. So schlossen die Iburger den ersten Turniertag wie zu erwarten war als Tabellenzweiter der Vorrundengruppe ab.
Am zweiten Turniertag stand dann das Viertelfinale gegen den thüringischen Landessieger und letztjährigen Bundessieger, das Pierre-de-Coubertin-Gymnasium Erfurt auf dem Programm, von der Papierform her eine unlösbare Aufgabe. Die Spielerinnen und Spieler wuchsen jedoch über sich hinaus. Leon Spiering und der extra für diese Veranstaltung aus Tokio angereiste Justin Szewczyk unterlagen dem Erfurter Duo überraschend knapp in 3 Sätzen (8:15; 15:13; 13:15). Anna-Lena Rahe und Manuel Herrmann beherrschten das Mixed-Duo mit dem überragenden Spieler Steffen Drößler souverän und siegten in zwei Sätzen. Nun lag es an den starken Mädchen, den Einzug ins Halbfinale zu sichern. Nach Unsicherheiten im ersten Satz, der mit 15:10 verloren ging, fanden Olga Moser und Laura Wörmeyer zu alter Form zurück und gewannen den zweiten Satz mit 15:13. Das Spiel schien entschieden, da sich die Iburgerinnen einen beruhigenden Vorsprung im dritten Satz erarbeiteten. Dann jedoch fiel Laura Wörmeyer unglücklich auf ihre linke Hand und zog sich dabei eine schmerzhafte Verletzung zu. Laura spielte mutig trotz der Schmerzen weiter und beim Stande von 14:11 hatte das Team 3 Matchbälle, konnte sich aber nicht mehr wehren und verlor diesen Satz mit 16:14. Der Traum von einer Medaille war ausgeträumt.
Im Kampf um die Plätze 5-8 wurde das Team dann von Montezumas Rache heim gesucht. Leon Spiering konnte schon nach dem Viertelfinale wegen seiner Magen-Darm Probleme nicht mehr weiter spielen und wurde von Lukas Kuckmeyer vertreten.
Die durch eine langwierige Mandelentzündung angeschlagene Beate Schmahlen vertrat zunächst Laura Wörmeyer, musste dann aber auch mit Magen-Darm Problemen aufgeben. So konnte im letzten Spiel kein Mixed-Duo aufgestellt werden. Das Jungen- und das Mädchen-Duo spielten in anderer Besetzung und konnten sich nunmehr mit Platz acht zufrieden geben.
Das Bundesfinale war eine hervorragend organisierte Veranstaltung, die auf einer schönen Anlage im ehemaligen Todesstreifen an der Mauer zwischen West- und Ostberlin ausgetragen wurde. Das Gymnasium Bad Iburg hat die Farben Niedersachsens trotz des unglücklichen Turnierverlaufs gut vertreten. Im Mittelpunkt des Interesses stand immer wieder Justin Szewczyk, der nach Turnierende noch mit nach Bad Iburg gereist ist, um am Samstag wieder zurück nach Tokio zu fliegen.