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"Erdkunde kann doch jeder..."
Sicherlich gibt es Anlass zur Verwunderung, dass ausgerechnet diese lapidare und recht abwertend anmutende Äußerung über ein zentrales Fach aus dem Bereich der Geisteswissenschaften die Vorstellung eben dieses Faches einleitet – zumal die Erfahrungen aus dem Unterrichtsalltag oftmals eine andere Sprache sprechen.
Dennoch hat diese Aussage ihre Berechtigung, und zwar als erstrebenswertes Ziel nicht nur aus der Sicht des Faches selbst, sondern auch vor dem allgemeineren Hintergrund der Zielrichtung gymnasialen Lernens, bei der es sich um „eine breite und vertiefte Allgemeinbildung“ handelt (Niedersächsisches Schulgesetz).
Diese Allgemeinbildung soll in vielfältiger und vielschichtiger Form erreicht werden, so dass das Fach Erdkunde mit seiner breit angelegten inhaltlichen und methodischen Ausrichtung diesem Ziel geradezu idealtypisch entspricht, wie die folgenden Auszüge aus den entsprechenden niedersächsischen Rahmenrichtlinien verdeutlichen:
„Grundlegende politische, soziale, wirtschaftliche, ökologische und demographische Veränderungen stellen die Menschen in Deutschland, Europa und im weltweiten Staatensystem vor große Herausforderungen. [...] "
Der Erdkundeunterricht orientiert sich an Schlüsselproblemen der Gegenwarts- und Zukunftsgestaltung, zu denen er den Schülerinnen und Schülern altersgemäße und fachspezifische Zugänge verschafft. Dabei geht es zunächst um die Erkenntnis dieser Probleme und um die Entwicklung eines Bewußtseins für ihre Bedeutung als Her- ausforderung für die Menschheit insgesamt und für jeden einzelnen. Diesen Heraus- forderungen entspricht der Erdkundeunterricht, indem er den Schülerinnen und Schülern Wissen vermittelt und Grundlagen zu verantwortlichem Handeln legt. Eine fundierte Urteilsfähigkeit ermöglicht solches Handeln in bezug auf
- die Bewahrung der Umwelt,
- das Zusammenleben der Menschen in der Einen Welt und
- die Akzeptanz der regional vielfältigen Welt.“
(Rahmenrichtlinien Erdkunde, Niedersachsen, 1994)
Somit werden wir am Gymnasium Bad Iburg weiterhin gemeinsam daran arbeiten, dass wirklich möglichst jeder und jede Erdkunde als Symbolfach umfassender und zugleich fachspezifischer Bildung beherrscht.
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